Hydrophobierende Flächensperre

Durch die Erstellung einer solchen Flächensperre wird das Mauerwerk hydrophob (wasserabstoßend), so dass außen kein Wasser mehr in die Wand eindringt. Das führt zur Austrocknung der Wand, die hierdurch ihre natürliche Wärmedämmung zurückerhält. In den hydrophobierten Poren befindet sich also nach der Austrocknung wieder Luft, wie in einer natürlich trockenen Wand.

Was ist eine hydrophobierende Flächensperre?

Die von uns verwendeten Hydrophobierungsprodukte sind, wie bereits beschrieben, rein organische Hydrophobierungsmittel, mit dem der kapillare Wassertransport im Mauerwerk unterbrochen wird, ohne die Poren zu verstopfen. Die Wirkung dieser Methode ist seit über vier Jahrzehnten erprobt und hat sich, auch wegen dieser Langlebigkeit, an vielen tausend Quadratmetern bewährt. Die hydrophobierende Horizontalsperre ist nicht dünn wie eine Bitumenpappe, sondern besteht aus einer ca. 30 cm hohen hydrophoben Wandzone. Durch übereinandergelegte Horizontalsperren kann man daher Kelleraußenwände auch flächig gegen die Querdurchfeuchtung aus dem außen anliegenden nassen Erdreich sperren. Das Material erzeugt einen sehr großen Tropfenrandwinkel und damit eine sehr starke Kapillardepression (s. Verschiedene Sperrmethoden im Vergleich). Die Wirkung ist daher ab einer Wandstärke von 36 cm hervorragend geeignet, im Erdreich liegende Wände gegen Querdurchfeuchtung, selbst bei außen anstehendem Stauwasser (Druckwasser), trocken zu halten. Eventuell vorhandene Risse und sonstige größere Kanäle im Mauerwerk, die wegen ihrer Breite nicht hydrophobierbar sind, müssen selbstverständlich zusätzlich mit einem Zweikomponenten-Reaktionsharz kraftschlüssig und wasserdicht verpresst werden. Die von innen erzeugte Flächensperre ist somit ein vollwertiger Ersatz, für eine fehlende bituminöse Außenabdichtung. Hydrophobierungsprodukte nieteten meistens die einzige Chance, diese problematischen Wandbereiche dauerhaft und bauphysikalisch richtig abzudichten.

Die Erstellung einer hydrophobierenden Flächensperre

Für die mehrlagigen Flächensperren werden die Injektionsbohrungen wie im Bild gezeigt, schachbrettartig versetzt gebohrt.



Sowohl der horizontale, als auch der vertikale Bohrlochabstand, beträgt 25 cm. Als Bohrlochdurchmesser sind je nach verwendeter Injektionslanze 10-14 mm ausreichend. Nach der Injektion ergeben sich in der Wand überlappende Zonen, die den Wassereintritt aus dem Erdreich verhindern. Da das Material die Poren nicht verstopft, sondern in den Poren (auf der Porenwand) lediglich einen dünnen Polymerfilm abscheidet, wird entsprechend wenig Material verbraucht. Die Bohrungen sollten im Mauerwerk schräg nach unten verlaufen, die Länge von 50-70% der Wandstärke aufweisen und mindestens eine Fuge durchbohren. Das Produkt wird bei der Injektion zunächst vom grobporigeren Mörtel der Fugen aufgenommen und wandert dann allmählich, unter Verdrängung des Porenwassers, in das feinporige Steinmaterial. Das gilt nicht nur für Formatsteine ,wie Ziegel usw., sondern auch für Wände aus Naturbruchsteinen.

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